Bis zum nächsten Mal

Das Bike Navy hinterlässt ein ziemlich gutes Gefühl

Das war’s. Das Bike Navy 2021 ist Geschichte. Was bleibt, das sind rund 350 Starter auf der Strecke über den Marine-Flughafen in Nordholz, die zahlreichen Wettbewerbe, die vielen Zuschauer rund um den belebten Start-Ziel-Bereich, ein Rahmenprogramm, das für beste Unterhaltung sorgte – und eben auch viele kleine und große Geschichten.

Jens Wöhlert ermittelt viele Wiederholungstäter

Etwa die von Jens Wöhlert, dem Sportlichen Leiter des Radsport-Events. Er hatte noch lange nach seinem ganz persönlichen Highlight leuchtende Auge. „Unglaublich genial“, kommentierte Wöhlert die Rennen der Kids und Bambinis im Start-Ziel-Bereich. Die pure Freude des Radsport-Nachwuches zog alle Beteiligten in den Bann, auch den Verantwortlichen des Rennens. Dabei verzeichnete das Bike Navy ausgerechnet beim Rennen der Kleinen seinen einzigen „Sturz“. Ein Mädchen, vier, fünf Jahre alt, war hingefallen. Aber nur kurz. „Sie ist aufgestanden und einfach weitergefahren“, sagt Jens Wöhlert lachend – alles halb so schlimm. Dass zahlreiche Zuschauer „so lange da waren“ und im zweiten Jahr der Veranstaltung „viele Wiederholungstäter“ angetraten, zählte für den Sportlichen Leiter ebenfalls zu den ganz positiven Dingen des Renntages. „Und wie toll unser Team funktioniert hat.“

Georg Poetzsch kommt etwas später

Ja, das Team. Es gäbe eine Menge zu erzählen über einige Dutzend Helfer, die mal mehr und mal weniger in Erscheinung traten, aber alle einen wichtigen Teil zu Gelingen beitrugen. Ganz weit vorn, weil auf der Bühne und nahezu ständig auf Sendung, war Georg Poetzsch. Gemeinsam mit Stephan Hox von unserem Partner Radio21 führte der erfahrene Moderator launig durchs Programm. Und auch Poetzsch hatte eine Geschichte: Seine Tochter feierte am 12. Juli den 18. Geburtstag, und eigentlich sollte der Papa ja dabei sein, als am Abend die Party zum Reinfeiern startete. Doch Georg Poetzsch war lange in Nordholz, trat die Reise nach Hannover also verspätet an. „Aber wenn Stolli ruft, kann man nicht Nein sagen“, begründet der Mann mit der markanten Stimme – ihn verbindet mehr als eine Freundschaft mit Veranstalter Christian Stoll. Zudem lockte Poetzsch natürlich die gesamte Veranstaltung mit ihrer „besonderen Strecke“.

Rene Enders erwartet Monster-Veranstaltung

Ganz ähnlich erging es Rene Enders, dem Teamsprint-Weltmeister. Er hat so viel gesehen in seiner Karriere, aber das Bike Navy ist schon angesichts des ungewöhnlichen Parcours etwas Besonderes: „Ein richtig geiles Rennen“, findet Enders, der diesmal sieben seiner sieben Sprintduelle gewinnen konnte. „Und man merkt, das sich hier etwas entwickelt“, betont der Bike Navy-Profi. Er will jedenfalls auch in den kommenden Jahren dabei sein. Seine Prognose: „Es spricht einiges für dieses Rennen, in ein paar Jahren hast Du hier eine Monster-Veranstaltung.“

Stefan Giesbers freut sich über Begegnungen

Ebenfalls ziemlich glücklich mit dem Bike Navy ist Stephan Giesbers, der Kommandant der Kaserne in Nordholz. Er registrierte natürlich auch, dass die positive Stimmung an und auf der Strecke ein ganz wesentlicher Trumpf der Veranstaltung war, ein Übriges taten der reibungslose Ablauf, tolle Gewinnspiele sowie eine Spendensammlung in Höhe von ca. 2.000 Euro zugunsten des Sozialwerks der Bundeswehr und die DLRG. Aber Stefan Giesbers ging es noch um etwas anderes: Das Bike Navy baut Schwellenängste ab, es bringt Menschen zusammen. „Wir haben hier unglaublich viele Talente, die normalerweise hinter dem Zaun leben – sie können wir bei dieser Veranstaltung zeigen.“

Stolli plant schon das nächste Bike Navy

Es ist also eine gute Idee, das Bike Navy auch 2022 in Nordholz auszutragen, und daran gibt es ja gar keinen Zweifel. „Ich habe erste Gespräche über eine zweitägige Veranstaltung geführt“, meinte Christian Stoll – wenige Minuten, nachdem er die letzte Siegerehrung durchgeführt hatte. Man darf also gespannt sein, was sich der Macher des Rennens einfallen lässt in den kommenden Monaten. Für die nötige Motivation sorgte nicht zuletzt das Bike Navy vom 11. Juli. „Es war die Kirsche auf der Torte“, so Stoll. Fast 50 Prozent mehr Starter als im Vorjahr, „unheimliches Glück mit dem Wetter“ sowie eine Stimmung, die „Stolli“ als „friedlich, zufrieden und familiär“ bezeichnete, verfehlten ihre Wirkung auch beim Hauptverantwortlichen nicht. Für Christian Stoll gilt nun erst recht: Nach dem Bike Navy ist vor dem Bike Navy.