Bike Navy | Team | Jens Wöhlert

Interview mit Jens Wöhlert

„Es ist nicht normal“

Er ist der Sportliche Leiter des Bike Navy, und deshalb laufen einige Fäden zusammen bei Jens Wöhlert. Da drängt sich die Frage nach der aktuellen Stimmung so kurz vor der Veranstaltung ja eigentlich auf. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, die Starterzahlen gehen in die Höhe, und die Anzahl der Kontakte häuft sich auch“, sagt der Leipziger.

Das war ja irgendwie klar: Je näher das Bike Navy rückt, desto mehr steigen Vorfreude und Spannung, aber eben auch der Arbeitsaufwand. Schließlich gibt es vor einem solchen Event eine Menge zu organisieren. Dabei ist eines allerdings gesetzt, nämlich die 10 Kilometer umfassende Rundstrecke. „Sie hat sich im vergangenen Jahr bewährt, damals haben wir eine gute Grundlage gelegt“, so Wöhlert.

Er kann sich noch ganz gut erinnern an die ersten Erfahrung mit dem ungewöhnlichen Areal. Das Team um Fregattenkapitän Stephan Giesbers, dem Kasernenkommandant des Marinefliegerstützpunktes, hatte vor der ersten Veranstaltung in 2020 einen Vorschlag ausgearbeitet. „Wir hatten ja keine Ahnung, wie groß dieses Gelände ist, und dann hat die Bundeswehr noch eine so tolle Strecke vorgeschlagen“, sagt Jens Wöhlert. Für ihn gab es damals keinen Zweifel: Der Marine-Flughafen in Nordholz ist ein idealer Standort für ein Rad-Event. Schließlich kommt er ganz ohne den sonst üblichen Straßen-Verkehr aus und sorgt damit für deutlich weniger Gefahren auf der Strecke.

Beim Bike Navy wird das Thema Sicherheit gleichwohl groß geschrieben. Die riesigen Ausmaße des Geländes erlauben eine Streckenführung, die mit sehr wenig Gegenverkehr auskommt. Zudem werden Jens Wöhlert hat und sein Team die Teilnehmer mittels Schildern und Markierungen auf die richtige Route führen, diverse Streckenposten sollen für weitere Orientierung und Sicherheit sorgen. Schließlich werden die engen Kurven des Bike Navy zusätzlich mit Strohballen versehen. „Wir hatten im letzten Jahr keinen Sturz zu verzeichnen, und ich möchte, dass das auch so bleibt“, sagt Jens Wöhlert.

Neben dem „Feinschliff“ an der Strecke nimmt nun auch die Gestaltung des Start/Ziel-Bereiches mehr und mehr Formen an. Ein Schwerpunkt liegt dabei natürlich auf der Betreuung der Aktiven. Es wird eine Anmeldung mit abschließenden Informationen, die notwendigen Verpflegungsstellen sowie einen Service-Punkt geben. Dort kümmert sich der Bike-Navy-Partner „Rad&Tour“ in einer mobilen Werkstatt um große und kleine Defekte.

„Wir nehmen jeden ernst“, sagt Jens Wöhlert. Dabei verbindet er mit der Arbeit an dieser Veranstaltung vor allem Spaß und Freude. Das positive Feedback der Teilnehmer hält nach wie vor an, und das Team des Bike Navy beschreibt Wöhler als „große Familie, mit der es mega Spaß macht“. Seit rund 40 Jahren hat er mit der Organisation von Radsportveranstaltung zu tun. Das ebenso kreative wie effektive Miteinander vor dem Rennen in Nordholz nimmt für Jens Wöhlert dabei eine Ausnahmestellung ein: „Es ist nicht normal“. Aber das ist das Bike Navy ja auch nicht…